Alpendörfer und Landhotels – ein spannendes Geschäftsmodell

Image result for Alpendörfer und LandhotelsIn den letzten 10 Jahren konnte man eine starkte Rückbesinnung zur Natur erleben und das hat sich auch auf den Tourismus ausgewirkt.

Meschen suchen immer mehr einen Rückzugsort, wo sie unberührte Natur erleben können, wo sie Ruhe erfahren und trotzdem auf keine Annehmlichkeiten verzichten müssen.

Die Matrazenlager der Berghütten mögen zwar für eine Nacht ok sein, aber von Erholung im Urlaub ist da wahrscheinlich nicht zu sprechen! Findige Tourismus-Experten haben sich daher überlegt, wie man den Charm einer Berghütte mit den modernen Annehmlichkeiten von heute verbinden könnte.

Herausgekommen sind die Alpendörfer, eine Gruppierung von bestens ausgestatteten Charlets im Almhüttenstil. In jedem Häuschen kommen ein bis zwei Familien unter und sie müssen auf keinerlei Komfort verzichten. Die Charlets verfügen alle über eine voll eingerichtete Küche, ein Badezimmer, gemütlichen Betten, Fernseher und oft auch noch einen Kamin für offenes Feuer.

Im Zentrum des Alpendorfs steht meist noch eine große “Hütte”, das sogenannte Gemeinschaftshaus, wo sich Rezeption, Restaurant, Schwimmbad und Wellnessbereich befinden. Den Besuchern bleibt es also frei, sich in ihren Charlets selbst zu verköstigen oder die Annehmlichkeiten einer Hotelküche zu genießen.

Auch bei der Finanzierung dieser Alpendörfer waren die Erfinder ganz kreativ – die Einzelnen Hütten gehören nämlich Privatpersonen, das Gemeinschaftshaus wird an einen Gastronomen verpachtet. Obwohl die Charlets jeweils privat verkauft wurden, können sie fast das ganze Jahr über von Gästen aus aller Welt gebucht werden. Das Finanzierungsmodell ist nämlich ganz schön ausgefeilt: Privatpersonen kaufen die Häuschen mittels Kredit. Die Kreditraten werden dadurch getilgt, dass die Charlets fast ganzjährig vermietet werden. Die Vermietung erfolgt über die Agentur des Investors, der auch den Kredit zur Verfügung stellt. Die Besitzer reservieren für die eigene Nutzung einzelne Wochen im Jahr. Dadurch enstehen für die Eigentümer nur anfängliche Investitionskosten von etwa 10.000 €. Sofern Sie die Charlets nicht mehr als 2 Wochen im Jahr nutzen, fallen nachher keine weiteren Kosten mehr an.