Was du erleben kannst, wenn du dich gegen ein Hotel entscheidest

Image result for AirBnBFrüher war es klar: Wenn man in einer anderen Stadt nächtigen muss – beruflich oder privat – dann bucht man ein Hotel. Heute gibt es eine Alternative, die die Hoteliers ganz schön unter Druck setzt: Sie heißt AirBnB und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Ich habe selber in den letzten Jahren eine Ausbildung in Wien gemacht und musste dafür durchschnittlich an zwei Wochenenden im Monat in der Bundeshauptstadt nächtigen. Weil das ganz schön ins Geld gehen kann, habe ich nach günstigen Alternativen gesucht.

Am Anfang versuchte ich die allerbilligste Variante: Nächtigen in einem Stockbett eines Hostels – gemeinsam mit sieben anderen Personen aus der ganzen Welt, die man nicht kennt. Ich musste schnell feststellen, dass diese Variante zwar sehr spannend sein kann, wenn man auch selber als Rucksacktourist unterwegs ist – denn immerhin lernt man innerhalb kürzester Zeit viele junge Leute aus Asien, Amerika und Europa kennen – doch wenn man am nächsten Morgen wieder im Seminarraum sitzen muss, ist diese Nächtigungsmöglichkeit eher ungeeignet. Denn wer kann sich schon auf die Vortragenden konzentrieren, wenn die Müdigkeit der schlaflosen Nacht noch in den Knochen sitzt. Wenn man in der Nacht ständig von betrunkenen jungen Leuten geweckt wird, die von ihrer Partytour zurückkommen und nun geräuschvoll ihr Bettchen suchen.

Als weitaus bessere Variante habe ich AirBnB entdeckt. Ich habe jeweils in einem freien Zimmer in einer Privatwohnung genächtigt und konnte Küche und Bad des Wohnungseigentümers mitbenützen. Auch dadurch habe ich einen Einblick in viele unterschiedliche Lebensweisen erhalten: Manchmal landete ich in einer Studenten-WG, manchmal bei alleinerziehenden Müttern, die durch die Vermietung ihr Einkommen aufbesserten, manchmal bei gut ausgebildeten Migranten, die in Österreich arbeiteten und sich den teuren Wohnraum kaum leisten konnten und einmal sogar bei einem jungen Koreaner, der in seiner Wohnung ein illegales Hostel betrieb, indem er fünf Zimmer an Reisende vermietete. Es war ein interessantes Abenteuer und ich habe somit Wien von einer sehr spannenden Seite erlebt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *